Keramik 14. Jahrhundert
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Kleiner Topf, Wirtshaus zum wilden Mann, Nürnberg

Im Ausstellungskatalog “Aus dem Wirtshaus zum wilden Mann” als “kleiner Topf” bezeichnet. Höhe des Gefäßes 8,7 cm, Mündungsdurchmesser 7,9 cm. Auf der Schulter finden sich Zierrillen sowie ein rötlicher Engobering, am Innenrand sieben senkrecht angebrachte, breite Engobestreifen. Da sich am Gefäß keinerlei Ruß- sowie Schmauchspuren finden lassen, ist die Verwendung als Kochtopf in Frage zu stellen. Vorstellbar wäre ein Verwendung als Vorratsgefäß. Die aktuelle Datierung wird auf das 14. Jahrhundert festgelegt.
Vierpassbecher aus dem Nürnberger Rathaus

Der Becher besitzt einen großen, geschweiften Standfuß, nach Einziehung zeigt sich ein hoher, ausladender, in vierpassform gefälteter Rand, auf der Außenseite zeigt sich ein mehrzeiliges, sehr deutlich ausgearbeitetes Furchenband. Zu Herstellungsweise und Scherben können leider keine genaue Aussagen gemacht werden, vermutlich handelt es sich um weiße, oxidierend gebrannte Blockscheibenware, Fundort war lt. Angaben des naturhistorischen Museums Nürnberg das alte Rathaus in Nürnberg. Die Datierung wurde auf das 14. Jahrhundert festgesetzt.
Krug nach Brunnenfund aus Nürnberg

Der Boden der Kanne ist zur Mitte hin aufgewölbt, er besitzt einen kurzen Fuß sowie eine schlanke Wandung. Die Mündung ist unprofiliert, weißt einen aus dem Rand gezogenen, großen Ausguss sowie einen randständigen Bandhenkel auf, welcher auf den Gefäßbauch aufgesetzt und verstrichen wurde.
Vermutlich ist das Original oxidierend gebrannte, weiße Blockscheibenware. Fundort war laut Ausstellungsangaben in der Karolinenstraße 38 in Nürnberg, es handelt sich lt. Angaben des Museums um einen Brunnenfund. Die Datierung wurde auf das 14. Jahrhundert festgesetzt.
kleiner Henkelkrug nach Fund aus dem “wilden Mann” aus Nürnberg

Replik eines kleinen Henkelkruges aus der Grabung am Weinmarkt 11 (ehem. Gasthaus zum wilden Mann).
Die Höhe des Kruges beträgt lediglich 12,5 cm, er besitzt einen flachen Standfuß, der weiteste Bereich des Gefäßes liegt etwas oberhalb der Gefäßmitte, als Abschluss der konisch nach oben steigenden Schulter zeigt sich eine ausladende und profilierte Mündung. Der Krug weißt einen randständigen Bandhenkel, welcher auf den Gefäßbauch aufgesetzt und verstrichen wurde sowie auf der Außenseite der Schulter ein mehrzeiliges Furchenband auf.
Das Original ist grob gemagerte, mittelgraue bis hellgraue Drehscheibenware und wurde reduzierend hart gebrannt. Da lediglich Quellränder auf dem Boden zu erkennen sowie keinerlei Abschneidspuren nachzuweisen sind, dürfte dieser Krug auf der leichten Blockscheibe mit Zwischenscheibe gedreht worden sein und wird somit vermutlich in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstanden sein. Der Krug ist Bestandteil der Funde aus der Grabung am Weinmarkt 11, welche im Jahre 1984 erfolgte. Die Datierung wurde mittlerweile auf das 14. Jahrhundert festgesetzt.
Kleiner Nürnberger Kochtopf

Dieser kleine Kochtopf gehört zu der Kategorie der sog. Standbodentöpfe, welche gegenüber den früheren Kugeltöpfen einen planen oder zur Mitte hin gar eingezogenen Boden besitzen. Der Topf zeigt ein bauchig ausgeformtes Unterteil und ist zur Halszone hin stark eingezogen, die Kragenränder ausladend gestaltet. Vermutlich ist das Original oxidierend gebrannte, weiße Blockscheibenware, Fundort war laut Ausstellungsangaben des Naturhistorischen Museums Nürnberg in der Weißgerbergasse in Nürnberg. Die Datierung wurde auf das 14. Jahrhundert festgesetzt.
großer Nürnberger Vierpassbecher
Nach einem Fund aus dem Wirtshaus zum wilden Mann gefertigter, großer Vierpassbecher. Diese Becher dienten wohl vor allen Dingen als Schankgefäße und stellen eine Nürnberger Besonderheit dar. Vermutlich handelt es sich bei den Originalen ebenfalls um weiße, oxidierend gebrannte Blockscheibenware. Datiert wurden diese Becher auf das 14. Jahrhundert.
Bayreuther Vierpassbecher

Der Becher besitzt einen geraden Standfuß, nach Einziehung zeigt sich ein hoher, in vierpassform gefälteter Rand, zwischen Schulter und Rand zeigt sich ein zweizeiliges, sehr groß ausgearbeitetes Furchenband. Zu Herstellungsweise und Scherben können leider keine genaue Aussagen gemacht werden, vermutlich handelt es sich um weiße, oxidierend gebrannte Blockscheibenware. Der Fund stammt aus dem Komplex “alte Lateinschule”, die Datierung wurde in die erste Hälfte des 14. Jahrhundert festgesetzt.
kleine Teller Grabung “wilder Mann”, Nürnberg

Replik eines Objektes aus der Grabung am Weinmarkt 11 (ehem. Gasthaus zum wilden Mann).
Die Höhe des Tellers beträgt 3,8 cm, der Mündungsdurchmesser beläuft sich auf 14 cm. Der Teller hat eine plane Standfläche, eine konisch ansteigende Wandung, welche innen konkav ausgeformt ist. Die Mündung weißt einen schmalen, nicht vorkragenden, flach abgestrichenen Rand, welcher innen kantig abgesetzt ist.
Der Teller wurde aus grau-braunem, grob gemagertem Ton gefertigt und reduzierend hart gebrannt. Abschneidspuren am Boden weißen auf eine Fertigung an der schweren Blockscheibe hin und lassen die Vermutung naheliegen, dass der Teller vermutlich in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts entstanden sein könnte. Der Teller stammt aus der Grabung am Weinmarkt 11, welche im Jahre 1984 erfolgte. Die Datierung das gesamten Komplexes wurde mittlerweile auf das 14. Jahrhundert festgesetzt.
Dreifußkochtopf/Grape
Besonders in Konstanz sind diese Kochgefäße zahlreich vorhanden. Charakteristisch für diese Gefäße aus dem späten 13. sowie 14. Jahrhundert sind die zapfenartigen Füße sowie die abgenickten Henkel.

